Erfahrungen mit Leo’s Bienenkiste                                         (2015)

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2. Jahr

16. Januar 2015
Ich habe  zur Kontrolle von hinten in die Bienenkiste geschaut und dabei festgestellt dass nach der Winterbehandlung eine Wabe vom Oberträger abgerissen ist. Diese steht auf dem Boden, kann nicht umkippen und wird wohl im Frühjahr von den Baubienen repariert.

11. Februar 2015
Erfolgte die 2. Kontrolle, dabei war viel Totenfall zu erkennen, aber das Volk lebte. Mitte April saßen die Bienen immer noch auf 5 Waben, diese wurden aber zum Flugloch hin weiter ausgebaut. Neben dem regen Flugbetrieb und Polleneintrag war dies ein gutes Zeichen.

Ende April 2015
Die  ersten 5 Waben sind in voller Länge ausgebaut und  mit Bienen dicht  belagert.

Mai 2015
Ich habe immer wieder kurze Sichtkontrollen durchgeführt. Mit dem Bau der inzwischen 8. Wabe wurde begonnen. 2/3 des Brutraumes sind mittlerweile ausgebaut.

Ende Juni 2015
Die 8. und 9. Wabe befindet sich immer noch im Bau.
Das Volk ist bisher nicht geschwärmt und es sind noch 2 weitere Waben auszubauen bis die Kiste voll ist. Der Honigraum kann nicht mehr freigegeben werden, er würde nicht angenommen, da noch reichlich Platz vorhanden ist.

Anfang Juli 2015
Die Tracht ist zu Ende und das Volk ist nicht geschwärmt.

25. August 2015
Mit dem Nassenheider-Verdunster wird eine Behandlung, mit 200ml AS 60% gegen die Varroamilbe durchgeführt. Die Behandlung wurde am 4. September abgebrochen, es ist starker Totenfall zu erkennen. Dieser ist nach 1 Woche ausgeräumt. Das Volk wurde nicht eingefüttert, da die Vorräte dem Volk gelassen wurden. Ob dies richtig war wird sich im Frühjahr 2016 zeigen.

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Dezember 2015
Der Dezember in diesem Jahr ist denkbar ungünstig für eine Winterbehandlung da die Temperaturen meist im zweistelligen Bereich lagen und die meiste Zeit Flugwetter herrschte. Die Bienen fliegen rege und bringen noch jede Menge Pollen mit nach Hause. Ob das Volk Brutfrei ist kann bei der Bienenkiste bauartbedingt, nicht erkannt werden. Der Polleneintrag lässt eher auf Bruttätigkeit schließen.
Am 30. Dezember habe ich dieses Jahr das Volk zum ersten und letzten Mal hochgeklappt. Die Bienen haben sich zusammengezogen und besetzen 5 Gassen. Der Wabenbau ist im Zentrum, dort wo die Brut aufgezogen wurde sehr dunkel, fast schwarz, geworden. Mit einer Spritze habe ich 45ml Oxalsäurelösung in die Bienentraube geträufelt, damit ist die Restentmilbung durchgeführt und das Jahr zu Ende.

Fazit 2015:
Die Bienenkiste machte bis auf die Varroabehandlungen keine Arbeit.

Leider kam es im nun 2. Jahr nicht so weit, das Honig zu ernten gewesen wäre.
Die Wabenhygiene macht mir Sorgen. Bei der Magazinimkerei werden dunkle Waben spätestens im 2. Jahr entnommen. Die Kontrolle des Milbenfalls ist ebenso nicht möglich.
Die Bienenkiste habe ich oftmals in diesem Jahr vorgestellt, aber alle Interessenten haben sich letztendlich für die Magazinimkerei entschieden.
Das Projekt wird fortgeführt und ich werde auch über das Bienenjahr 2016 berichten.

Aussichten 2016:
Es bleibt weiter spannend. Wie klappt die Auswinterung, schwärmt das Volk, gibt es Honig, wie erneuere ich den alten Wabenbau?

Rechtliche Aspekte:
Bienenhaltung ist anzeigepflichtig, sie muss der Tierseuchenkasse in Münster gemeldet werden. Diese informiert dann das örtliche Veterinäramt über den Standort der Bienenvölker.
Ebenso muss die Bienenseuchenverordnung beachtet werden. Bienenvölker müssen zwingend gegen die Varroamilbe behandelt werden. Falls die „Amerikanische Faulbrut“ auf dem Bienenstand ausbricht muss dies unverzüglich dem örtlichen Veterinäramt gemeldet werden. Es handelt sich um eine meldepflichtige Seuche, deren Bekämpfungsmaßnahmen vom Amtstierarzt angeordnet werden.

Das Buch „Die Bienenkiste“
ISBN: 978-3-89566-309-3
www.bienenkiste.de

Leo Dörenkamp
imker-viersen@t-online.de

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